Deutsche Klassiker
Sauerkraut mit Wacholder und einer Prise Curry
Fertiges Sauerkraut lässt sich mit wenigen Zutaten zu einer saftigen Beilage schmoren.

- Gesamtzeit
- 45 Min.
- Portionen / Stück
- 4
- Thema
- Deutsche Klassiker
Fertiges Sauerkraut lässt sich mit wenigen Zutaten zu einer saftigen Beilage schmoren. Wacholder gibt ein harziges Aroma, eine kleine Menge mildes Currypulver setzt in dieser Variante einen zusätzlichen Akzent. Die Säure der gekauften Ware unterscheidet sich erheblich. Deshalb zuerst probieren und nur bei sehr scharfem Geschmack kurz abspülen. Das Kraut soll beim Garen feucht bleiben, aber am Ende nicht in Flüssigkeit schwimmen. Zu Kartoffelpüree und gebratener oder geräucherter Wurst passt diese einfache Zubereitung besonders gut.
Zubereitung
Schritt für Schritt
- 01
Kraut beurteilen
Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und eine kleine Menge probieren. Sehr saures Kraut kurz kalt abspülen und ausdrücken. Bei ausgewogener Säure nicht spülen, damit die Würze erhalten bleibt. Längere Stränge bei Bedarf etwas zerschneiden.
- 02
Zwiebel dünsten
Zwiebel fein würfeln. Butter im Topf schmelzen und Zwiebel fünf Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten. Currypulver einrühren und nur etwa 20 Sekunden erwärmen. Es darf nicht dunkel werden, sonst schmecken die Gewürze bitter.
- 03
Gewürze zugeben
Sauerkraut und Brühe in den Topf geben. Wacholder leicht mit der Messerseite andrücken und zusammen mit Lorbeer hinzufügen. Einmal aufkochen und gründlich umrühren, damit sich die Zwiebel zwischen den Krautsträngen verteilt.
- 04
Sanft schmoren
Zugedeckt bei geringer Hitze 25–30 Minuten garen. Alle zehn Minuten umrühren und den Boden prüfen. Wird das Kraut trocken, zwei Esslöffel heißes Wasser ergänzen. Sehr weiches, bereits gegartes Sauerkraut benötigt gegebenenfalls weniger Zeit.
- 05
Abschmecken
Deckel abnehmen und überschüssige Flüssigkeit drei bis fünf Minuten verdampfen lassen. Lorbeer entfernen. Mit Pfeffer und bei Bedarf wenig Zucker abrunden, erst dann Salz prüfen. Wacholderbeeren beim Essen aussortieren oder vor dem Servieren entfernen.
Zeiten sind Richtwerte. Herd, Ofen und Zutaten beeinflussen das Ergebnis; achte auch auf die beschriebenen Garmerkmale.
Säure erhalten statt verdecken
Zucker ist kein Pflichtbestandteil. Kleine Mengen können sehr saures Kraut runder machen, zu viel nimmt der Beilage ihren frischen Kontrast. Wer Curry nicht mag, lässt ihn einfach weg; Wacholder und Zwiebel reichen für eine klare, klassische Würzung.
Wacholder wiederfinden
Die Beeren können zusammen mit Lorbeer in ein kleines Gewürzsäckchen gegeben werden. So lassen sie sich vollständig entfernen und niemand beißt auf ein stark aromatisches Stück. Keine ätherischen Wacholderöle als Ersatz verwenden; gefragt sind die getrockneten Küchengewürzbeeren.
Fragen aus der Küche
Noch eine Frage?
Muss Sauerkraut lange kochen?
Bei bereits gegarter Handelsware nicht. Die Zeit dient vor allem dazu, Zwiebel und Gewürze mit dem Kraut zu verbinden.
Kann ich Apfel ergänzen?
Ja, einen kleinen geschälten Apfel fein würfeln und während der letzten 15 Minuten mitgaren. Dann zunächst auf zusätzlichen Zucker verzichten.


